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Akupunktur
Der Begriff Akupunktur setzt sich aus den lateinischen
Worten acus = Nadel und pungere = stechen zusammen.
Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen
Medizin = TCM und existiert seit ca. 4000 Jahren. Durch
die Stimulation spezifischer Punkte kann die Lebensenergie
= Qi reguliert und somit der Körper ins Gleichgewicht
gebracht werden, um seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Qi zirkuliert nach Auffassung der TCM auf Bahnen, sogenannten
Meridianen, durch den Körper eines Lebewesens. Kommt
es zu einer Störung in diesem Fluss, so können
Krankheiten entstehen. Bemerkenswert ist, dass die TCM schon
vor Beginn einer Krankheit einschreitet kann, in dem sie
den Energiefluss reguliert bevor eine Krankheit daraus resultiert.
Diese energetischen Blockaden machen sich als Befindlichkeitsstörungen
bemerkbar. Im optimalen Fall würde demzufolge die TCM
zur Gesunderhaltung und nicht erst zur Behandlung von Krankheiten
eingesetzt werden.

Nadelung des Punktes LG20 (Bai Hui des
Menschen) bei der Labradorhündin "Ente"
Weiter Informationen:
Im lebenden Individuum existieren 12 paarige Hauptfunktionskreise,
die nach Organen benannt sind. Jedem Funktionskreis sind
spezifische Aufgaben, sein entsprechendes Organ und Meridian,
sowie Gefühle, Farbe, Jahreszeit usw. zugeordnet.
Die 12 Funktionskreise sind gleichmäßig in Yin
und Yang aufgeteilt. Yin und Yang sind gegensätzlich,
können jedoch alleine nicht existieren. Den Yin- Funktionskreisen
werden Speicherorgane wie Leber und Niere, den Yang-Funktionskreisen
werden Hohlorgane wie Blase, Darm und Magen zugeordnet.
Des weitern werden diese Hauptfunktionskreise noch in die
fünf Wandlungsphasen (Erde, Metall, Wasser, Holz und
Feuer) eingeteilt.
Krankheiten werden außerdem noch nach den acht Leitkriterien
(Yin - Yang, Außen - Innen, Kälte - Hitze, Leere
- Fülle) beurteilt.
All diese Einteilungen und Zuordnungen helfen dem Therapeuten
bei seiner Diagnose und seiner Therapiewahl bzw. Punktewahl.
Natürlich ist das System der TCM wesentlich komplexer
als es hier darzustellen ist. Jedem Interessenten sei an
dieser Stelle die einschlägige Literatur empfohlen.
Schließlich sei erwähnt, dass an vielen bekannten
Akupunkturpunkten ein herabgesetzter Hautwiderstand festzustellen
ist und das sich dort Nervenaustrittstellen befinden. Oft
lassen sich diese Punkte als kleine Dellen in der Haut fühlen.
Anwendungsgebiete der Akupunktur sind unter anderem:
- chronische Erkrankungen (z.B. Atemwegserkrankungen, Allergien,
Unverträglichkeiten…)
- Schmerztherapie
- Rückenprobleme, Verspannungen, unklare Lahmheiten
- Leistungsminderung, Befindlichkeitsstörungen
- Ergänzende Behandlung zur Schulmedizin
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