Chiropraktik

Der Begriff Chiropraktik setzt sich aus den griechischen Worten chiro = Hand und praktik = tun, machen zusammen. Es handelt sich bei der Chiropraktik um eine manuelle (manus lat. für Hand) Behandlungsform, die sich seit ca. 5000 Jahren bewährt und weiterentwickelt hat.
Dreh- und Angelpunkt der Chiropraktik sind in ihrer Funktion gestörte Gelenke (insbesondere die der Wirbelsäule) und ihre Auswirkungen auf das Nervensystem und damit auf den gesamten Organismus. Chiropraktiker benutzen den Begriff der Blockade, um die Bewegungseinschränkung eines Gelenkes zu beschreiben.
Ziel einer chiropraktischen Behandlung ist die Wiederherstellung der physiologischen Beweglichkeit der Gelenke und damit ein optimaler Informationsfluss im Organismus. Dem Körper wird somit geholfen in Balance zukommen und seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.


Überprüfung der Beweglichkeit des ersten Halswirbels bei dem Hannoveraner "Graf"

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Lebewesen sind komplexe Organismen. Damit sie koordiniert funktionieren können werden gute Informationssysteme benötigt. Das wichtigste ist das Nervensystem. Zu ihm gehören das Gehirn, das Rückenmark (das im Wirbelkanal verläuft) und natürlich die Nerven. Zwischen den einzelnen Wirbel treten Nerven aus, die sowohl zu der Muskulatur, den Organen und der Haut führen. Ist ein Wirbel-Gelenk in seiner Funktion eingeschränkt ist, hat dies unweigerlich Einfluss auf den Informationsfluss. Dies hat Folgen auf die entsprechende Muskulatur und Organe, wie auch auf die spezifischen Hautareale. Die Auswirkungen können leichte Muskelverspannungen, Schmerzen, Verschleißerscheinungen, aber auch Störungen innerer Organe sein (z.B. Harntröpfeln, Herzschmerzen,…). Hier bietet die Chiropraktik eine ursächliche Lösung an.

Auch die der Chiropraktik verwandten Behandlungsformen, wie z.B. die Craniosacral-Therapie, die Logan-Basic-Technik oder die Applied Kinesiology, werden je nach Patient und Erkrankung von mir angewandt.

Der Begriff der Chiropraktik bis dato nicht in Deutschland geschützt.
Um aufzuzeigen wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist sei hier erwähnt, dass allein die Wirbelsäule ca. 200 einzelne Gelenke besitzt. Es leuchtet ein, dass man nur mit fundierten anatomischen Kenntnissen in der Lage ist genau an der zu behandelnden Stelle, im richtigen Winkel mit angemessener Kraft zu arbeiten. Oft reicht schon ein kurzer, kleiner Impuls aus, der von Außenstehenden kaum wahrgenommen wird, um die Funktionsfähigkeit des Gelenkes wiederherzustellen. Dadurch ist die Chiropraktik eine sehr spezifische und sichere Therapieform. Große Gewaltakte sind kontrainduziert – Druck erzeugt Gegendruck – das trifft auch für die Muskulatur (die ca. 80% der Gelenkstabilisation ausmacht!) zu.
Weiter Informationen zur Chiropraktik sind auf den Websites der Internationalen Veterinary Chiropractic Assosiation (www.ivca.de) und der American Veterinary Chiropractic Association (www.animalchiropractic.org) zu erhalten. Es handelt sich hierbei um die Dachverbände von Veterinären und Doctors of Chiropractic, die über ein 6 jähriges Studium der Humanchiropraktik verfügen, und die eine Fortbildung zum Tierchiropraktiker an einer anerkannten Schule (z.B. www.backbone-academy.com) erfolgreich abgeschlossen haben.

Anwendungsgebiete der Chiropraktik sind unter anderem:
- Rückenschmerzen (z.B. Widersetzlichkeit des Pferdes beim Satteln, Reiten, Stellen…)
- Verspannungen
- Schiefe Haltung
- Asymmetrische Muskulatur
- Unklare Lahmheiten
- Empfindungsstörungen bestimmter Körperbereiche (z.B. Leckekzeme bei Hunden)
- Ergänzende Behandlung zur Schulmedizin
- …...


Mögliche Ursachen für sog. Blockaden:
- Trauma (z.B. stumpfe Gewalteinwirkung, wie: vor ein Hindernis rennen, Stürze, Tritte ect.)
- Bewegungseinschränkungen (z.B. aufgrund von Schmerzen, Zahnprobleme, nicht optimale passende Ausrüstung, Beschlag, Training)
- …….

 


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